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Neue Blickwinkel und Ideen jenseits ausgetretener Pfade

Schülerinnen und Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums haben zum Thema „Spuren“ eine begeisternde Ausstellung auf die Beine gestellt.

 Mit dem Titel „Spuren“ ist die Ausstellung von 38 Schülern und Schülerinnen des Theodor-Heuss-Gymnasiums (THG)) in der Sulzbacher Aula überschrieben. Sie ist ein gelungener Beitrag des ortsansässigen Gymnasiums zum zehnjährigen Jubiläum des Kunstvereins, der bei der Eröffnung für allerlei Überraschungen sorgte. Denn mit ihren ideenreichen und so unterschiedlichen künstlerischen Interpretationen dieses Begriffs überraschten die Schülerinnen und Schüler  nicht nur die beiden Kunsterzieherinnen Katrin Colin und Birgit Montag während der letzten Monate, sondern auch die zahlreichen Gäste der Vernissage am Mittwochabend. So sind Fotos mit realen Fahr- und Fußspuren, Spuren des Menschen in der Natur, Spuren auf der menschlichen Haut und Spuren der Zeit auf Händen und Gesichtern ebenso zu sehen wie surreal wirkende Fotomontagen und „Lichtspuren“ auf schwarzem Grund. Ganz anders bewegen sich die Schüler auf dem Terrain der modernen Kunst, die mit Installationen aus Hand- und Fußabdrücken, Collagen und den unterschiedlichsten Alltagsgegenständen Bezug auf verschiedene Aspekte des menschlichen Daseins nehmen: auf politische Marschrichtungen, auf Krieg und Terror, aber auch auf persönliche Erfahrungen, die in einer Gemeinschaftsarbeit auch auf Band gesprochene, innere Verletzungen mit Tonobjekten kombinieren.

„Ich bin beeindruckt von dem Mut, den die Schüler zeigen“, meint Katrin Colin und erzählt von den letzten Monaten, in denen diese Arbeiten im Kunstunterricht der Klassen 11 und 12 entstanden sind. Und Birgit Montag fügt hinzu, dass sie keine Vorgaben gemacht und sich eher als Begleitung verstanden haben. „Die vielen unterschiedlichen Blickwinkel und Ideen haben uns wegführt von ausgetretenen Pfaden“, freut sie sich. Und in der Tat bestätigen die ausgestellten Arbeiten diese große Vielfalt sehr eindringlich. Denn da sind noch Grafiken zu sehen, ein Erdball aus Pappmaché, ein Acrylgemälde, das im Schwarzlicht seine Farben ändert, Druckplatten aus Linol, eine hintergründige Installation aus Streichhölzern und eine ironisch-kritische Installation mit einem Einkaufswagen und vieles mehr zu sehen, was die tiefgründige Auseinandersetzung mit dem Begriff „Spuren“ eindrucksvoll vor Augen führt.

weiter zum Artikel der Saarbrücker Zeitung

09. November 2017, Saarbrücker Zeitung

Die Ausstellungseröffnung wurde vom Schülerchor "Sing together" musikalisch umrahmt.

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