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Sportlicher Einsatz für die gute Sache

„Man neigt dazu, in Sachen Gewaltprävention Jugendliche immer so schnell schlecht darzustellen. Wir wollten mal zeigen, dass Kinder vor allem gute Geister sind", kommentierte Projektleiterin Birgit Neises am vergangenen Donnerstagmorgen während der Scheckübergabe den sechsten Durchlauf des sportlichen Konzeptes von „Run for Help". Alle 550 Schüler und 45 Lehrer hätten am 13. September dem Regen getrotzt und den Lauf für die gute Sache angetreten.
„Normalerweise fand das Rennen die letzten fünf Mal auf dem Mellinsportplatz statt, aber der stand nicht zur Verfügung. Daher sind wir ins Ruhbachtal ins Gelände", erläuterte Neises. Für jeden gelaufenen Kilometer gab es bares Geld. „Die Schüler haben einen Sponsorenzettel erstellt und wir haben letztlich über 7000 Euro erlaufen", erklärte die Sportlehrerin. Besonders stolz sei man auf die Klasse 5c. „Die Kleinen haben mit 1300 Euro die größte Summe beigetragen", sagte Schulleiterin Gabriele Missy-Kallenbach. Profitiert haben sechs Vereine im Sulzbachtal. Jedem wurden 500 Euro aus der Laufkasse gespendet. „Wir freuen uns", meinte Gustav Barthel von der Elterninitiative krebskranker Kinder. Auch für das Benin-Projekt der Erweiterten Realschule Sulzbach gab es einen Scheck. „Wir denken schon an eine vierte Schule vor Ort", verriet Benin-Vorsitzender Peter Thiel. Mit Marliese Fuchs vom Verein „Familie gibt Aufwind" und Birgit Klippert für die „Kleinen Tiger" hatte man auch die Kleinsten mit einer jeweiligen 500 Euro-Spende bedacht. „Wir werden uns mit dem Geld bei der kommenden Aktion der Stadt Sulzbach zum Thema Salzgeschichte beteiligen. Unser Kindertreff wird was aus dem Chemieunterricht zeigen", sagte Sigrid Weber vom Förderverein der Siedlung Goldene Au. Neue Matratzen hingegen wird es laut Sabby Cloos von der Kinder-Eltern-Initiative „Kleine Tiger" für die Pekip-Gruppe geben. Bei so viel erfreuten Bedachten, lohnte sich ein Blick auf die Geldsammler: „Es ist ein gutes Gefühl, sich für eine gute Sache einzusetzen", meinte Oberstufenschülerin Amelie Molter gegenüber der SZ. Sie hatte den Lauf gefilmt. „Die Kleinen wurden von den Großen eskortiert. Die Kleineren sind spaziert, die Großen gejoggt. Das gab schöne Bilder", erläuterte die 18-Jährige. Gleich eine Zehnkilometerrunde hat Sven Reichert beigetragen. „Ich bin mit einem Mitschüler vorweg gelaufen, wir haben ja noch die Getränke besorgen müssen", so der Schüler. Besonders die Fünftklässler der 5c entpuppten sich bei näherem Hinsehen als kleine Asketen. „Der Lauf war sehr lang, die Beine haben wehgetan, aber es war cool", berichtete der elfjährige Batnhan Firat aus Sulzbach. Mitschüler Maximilian Simonett klagte über den Regen: „Ich habe ein bisschen Schnupfen gekriegt", so der Zehnjährige.

(ane, SZ-Artikel vom 17.12.2011, leicht gekürzt)

Hinweis: Versehentlich wurde in dem Zeitungsartikel nicht erwähnt, dass für das Sozialprojekt des THG in Cieneguilla/Peru auch Geld zur Verfügung gestellt wird, und zwar die beträchtliche Summe von 2.500 €. Ganz herzlichen Dank an die Spenderinnen und Spender!

Werner Jochum

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