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Georgischer Gastschüler am THG

Drei Monate war ich, Giorgi Iaschvili, eurer Mitschüler. Ich komme aus Kutaisi in Georgien. Dort lerne ich seit drei Jahren die deutsche Sprache im Georgisch-Deutschen Zentrum. Jedes Jahr erhalten ca. sechs Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit drei Monate in Deutschland zu verbringen.
Im Politikunterricht durfte ich einen Bericht über meine Heimat vortragen. Hier könnt ihr das Wichtigste aus meiner Präsentation nachlesen und Bilder meiner Heimat sehen.

Georgien – Land zwischen Kaukasus und Schwarzem Meer

Georgien ist ein souveräner Staat in Vorderasien. Im Westen wird es vom Schwarzen Meer begrenzt.Im Norden grenzt es an Russland, im Süden an die Türkei und Armenien und im Osten an Aserbaidschan. Georgien umfasst eine Fläche von knapp 70.000 km ². Die Bevölkerung liegt bei 4.385.000.2004 wurde die Fünf-Kreuz-Flagge zur Landesflagge. Diese Flagge mit dem St Georgiens Cross wurde bereits im 5. Jahrhundert benutzt.Die Geschichte von Georgien kann zurückverfolgt werden bis zu den alten Königreichen Kolchis und Iberia. Das Christentum wurde zur Staatsreligion durch König Mirian III 327 n. Chr. erklärt.Das georgische Königreich erreichte seinen Höhepunkt im 12. bis frühen 13. Jahrhundert. Dieser Zeitraum wurde vielfach als Georgiens Golden Age oder als die georgische Renaissance bezeichnet. Dies war während der Herrschaft von David dem Erbauer und Königin Tamar.

1801 verletzte Russland den von Vertrag von Georgijewsk und annektierte das gesamte georgische Gebiet.

Nach der russischen Revolution von 1917 mitten im russischen Bürgerkrieg erklärte Georgien seine Unabhängigkeit am 26. Mai 1918.

Am 25. Februar 1921 marschierte die Rote Armee in der Hauptstadt Tiflis ein und Moskau installierte eine kommunistische Regierung.

Am 9. April 1989 endete eine friedliche Demonstration in der georgischen Hauptstadt Tbilisi in einer Tragödie. Viele Menschen wurden durch die sowjetischen Truppen getötet. Kurz vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärte Georgien am 9. April 1991 seine Unabhängigkeit. Am 26. Mai 1991wurde Swiad Gamsachurdia zum ersten Präsidenten des unabhängigen Georgien gewählt. Im Jahr 1995 wurde Eduerd Schewardnadse zum Präsidenten von Georgien gewählt. Zu dieser Zeit begannen Konflikte innerhalb von zwei Regionen Georgiens: Abchasien und Südossetien. Trotz der Unabhängigkeit von Georgien besetzt Russland diese Gebiete. 230.000 bis 250.000 Georgier wurden aus Abchasien und Ossetien in den Jahren 1992-1993 vertrieben. 2008 kam es zu militärischen Auseinendersetzungen auf georgischem Territorium.Im Jahr 2003 wird Schewardnadse abgesetzt durch die "Rosenrevolution". Ehemalige Mitglieder und Führer der herrschenden Partei Schewardnadses führten die unblutige Revolution an. Der derzeitige Präsident von Georgien ist seit 2004 Micheil Saakaschwili. Georgien hat eine reiche kulturelle Szene: Theater, Musik, Tanz, Malerei. Georgische Küche und Weinkultur haben sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt. Eine alte Tradition ist das gesellige Essen mit Freunden und Familie an der SUPRA, der georgischen Tafel. Der Leiter der Supra ist der Tamada. Er spricht die vielen verschiedenen, höchst philosophischen Trinksprüche. Er leitet das Fest und sorgt dafür, dass alle Spaß haben. Es folgen nun Bilder von verschiedenen Landschaften Georgiens, und der Hauptstadt Tiflis sowie meiner Heimatstadt Kutaisi.

Reisetagebuch

Ich hatte hier im Saarland eine tolle Zeit. Neben Schulaufgaben und Deutschübungen konnte ich auch hier meiner Leidenschaft dem Basketballspiel nachgehen.
Auf vielen Ausflügen mit meiner Gastfamilie habe ich vom Bostalsee bis zur Saarschleife die schönsten Plätze des Saarlandes gesehen.
Mit der Klasse 10A war ich am Wandertag in Mainz.
Rhein und Mosel, die zweite Heimat meiner Gastfamilie, habe ich kennen gelernt. Sogar mein großer Wunsch Paris zu sehen ist in Erfüllung gegangen. Hier ein paar Fotos aus meinem Reisetagebuch:

Reisetagebuch
Herzlichen Dank

Meinen Lehrerinnen und Lehrern danke ich für ihre Aufmerksamkeit und ihre Geduld. Meinen Mitschülerinnen und Mitschülern danke für die herzliche Aufnahme, ihre Hilfsbereitschaft und ihr Interesse.
Es war sehr nett, dass Ihr mich mitgenommen habt zu lustigen Grillabenden, interessanten Stadtbummeln und schweißtreibenden Fußballspielen.
Der Abschied fällt mir nicht leicht - aber Ihr habt ja meine Internet Adresse!

Euer Schorsch (Giorgi)

Ich und meine Mitschüler

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