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Châtel 2009

Am 11.01.09 war es endlich so weit: Vom Collège Fulrad in Sarreguemines aus fuhren wir, die Klasse 6c und 2 Begleitpersonen, in die französischen Alpen, nach Châtel. Dort angekommen, waren wir begeistert von den Wetterbedingungen: Schnee pur und wolkenloser Himmel, dabei weit weniger Kälte als in Deutschland. Nach der Zimmerbelegung wurden die Skischuhe anprobiert und wir waren alle auf das Skifahren gespannt. Am nächsten Morgen ging es auch in verschiedenen Leistungsgruppen los, so dass neben den absoluten Anfängern auch die Fortgeschrittenen und die Experten mit einer Verbesserung ihres Könnens rechnen konnten. Um es vorweg zu nehmen: die „monos“, die Skilehrer, waren nach Kursende am Freitag sehr angetan von den Leistungen in allen Gruppen, was sich auch bei der Vergabe der „médailles“ zeigte. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass es nur einen kleineren Unfall gab, der den Arztbesuch unerlässlich machte. Ansonsten war auch der Virus, der von Donnerstag auf Freitag umging, eher harmlos, aber dennoch natürlich unangenehm für die wenigen Betroffenen.
Doch was war an dem Projekt das Wichtigste? Natürlich die Erweiterung der Sprachkenntnisse, die Verbesserung der interkulturellen Kenntnisse und die verbesserten sozialen Kompetenzen. Jeden Abend arbeiteten die Schülerinnen und Schüler beider Nationen an einem Produkt: Sie mussten unter Einsatz all ihrer Kreativität eine Art Tagebuch führen, das alle Aspekte der Austauschwoche zum Gegenstand hatte, und das sogar in beiden Sprachen: die Spiele, die unterschiedliche Ziele anvisierten (Kennenlernen, Geschicklichkeit, Stärkung des Gemeinschaftssinns, etc.), der Ort Châtel, das Essen, das Skifahren, die Unterkunft und vieles mehr wurde schriftlich und zeichnerisch dargestellt und kommentiert. All diese vielgestaltigen Nachmittags- und Abendangebote führten dazu, dass die Schüler schnell vergessen hatten, dass sie unterschiedliche Sprachen sprechen und sie kommunizierten angstfrei in der jeweiligen Fremdsprache miteinander. Das gegenseitige Verstehen führte in einigen Fällen sogar zu richtigen Freundschaften, was ein Beleg dafür ist, dass mit einer solchen binationalen Begegnung überhaupt nicht früh genug begonnen werden kann, was das THG ja erkannt hat und wehalb die Austauschbegegnungen bereits in der 5.Klasse im Regelfall beginnen. Eigentlich stand der Sport sogar wirklich nicht im Vordergrund, sondern das Miteinander, der Austausch von Ideen und der gemeinsame Wunsch, ein Projekt positiv zu Ende zu bringen. Châtel 2009 war ein rundum gelungenes Unterfangen, was von allen Schülern (und den Begleitpersonen) bestätigt wurde.

Werner Jochum

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