Fußball ist unsere Art der Kommunikation
Seit nun 12 Jahren besteht die Fußball-AG am THG und erfreut sich jedes Schuljahr großen Zuspruchs. Im Jahr der Fußball-WM in Südafrika ist das Interesse natürlich noch größer und den Vorbildern unserer Nationalmannschaft wird fleißig nachgeeifert. Da spielen und dribbeln sie in den Trikots von Ballack, Klose, Gomez & Co; vergessen sind die Zeiten als man noch mit den FCS-Trikots herumlief, zu unstet waren doch die letzten Darbietungen der Heimmannschaft. Trotzdem bleibt man Fußball-Fan und unterstützt die Saarbrücker wie auch das Nationalteam. Ist doch schon prickelnd im Fanblock des Ludwigsparks mitten unter Gleichgesinnten zu stehen und in der Fanschar Schlachtgesänge anzustimmen- ja, sagen wir besser zu grölen. Schal hin, Fahne her - Solidarität zu seinem auserwählten Fußball-Team zu zeigen ist schön, aber selbst zu spielen, ist noch viel schöner.
Man kommt gerne dienstags zur Fußball AG von 13.15-14.15 Uhr um noch eine Runde in der Sporthalle oder auf dem Mellin-Sportplatz zu kicken. Es macht nicht nur Laune und baut den Schulstress ab - nein, man lernt noch etwas dabei - sei es etwa das Ballgefühl oder die Ballbehandlung, das Dribbeln und Finitieren, die Formen der Stoßarten und des Zuspiels, das taktische Spiel in Angriff und Abwehr oder das Kopfball- und Torwartspiel.
Von der 5. bis zur 12. Klasse sind Schüler in der AG vertreten. Da gibt es sicherlich Probleme des Zusammenspiels, so würde man meinen. Tatsächlich fallen einem gewisse körperliche Unterschiede direkt ins Auge wie beispielsweise die Körpergröße. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass manche laufende Meter geschickt durch die Beine von 2 m großen Hünen spielen können und diese verdutzt stehen lassen. Geht man sich in der Schule als Sextaner und Oberstufenschüler aus dem Weg, so spricht der Fußball doch eine einheitliche Sprache und man gesellt sich zusammen. Gelegentlich wirft man sich bei gemeinen Fouls einige Kraftausdrücke an den Kopf, doch man versteht sich bald wieder und geht nach dem Training zusammen ein.... Cola! trinken. Bei Turnieren wird dieses Gemeinschaftsgefühl noch mehr gestärkt und man tritt als eine gefestigte, geschlossene Mannschaft auf.
Mit dem Ziel im Auge, ein Turnier zu gewinnen, nehmen wir jedes Jahr mit mindestens einem Team an den Fußball-Wettkämpfen von „Jugend trainiert für Olympia" teil. Auch wenn der große Erfolg bisher ausgeblieben ist, so gelten für uns die Mottos „fair play" und „dabei sein ist alles".
Andreas Weyand